Deeskalation mit Ralf Bongartz

Am 17 und 18 Februar 2018 fand mit Ralf Bongartz als Referent ein Seminar zur Deeskalation und Konfliktbewältigung statt. 40 Teilnehmer dazu aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Eine bunt gemischte Gruppe von Sozial- und Jugendarbeitern, Lehrer, Ärzte, Rettungsassistenten, Kampfsportler, Integrationsdienst, Ordnungsamt, Sozialamt und Gleichstellungsbeauftragte. In einem interaktiven Workshop lernten die Teilnehmer/innen in insgesamt 10 Stunden den Einsatz von Körpersprache und der Führungsstatus, Deeskalation, Umgang mit Widerständen, die kontrolliert eskalierende Beharrlichkeit, Konfrontation, Sackgassenstrategien und Elemente „Neuer Autorität“.
Alle Teilnehmer/innen waren begeistert von Ralf Bongartz seinem Fachwissen und seiner lockeren Art die Inhalte zu vermitteln. Theorie und kleine praktische Übungen wechselten sich in diesem kurzweiligen Seminar ab. Als Veranstaltungsort konnten wir die Aula der Carl-Kreamer Realschule nutzen. Am Ende des ersten Seminartages trafen sich einige Teilnehmer/innen zum gemeinsamen Essen und anschließend gemütlichen Austausch beim Gasthaus Pampeses. Unser Dank an Pampeses für das leckere Essen. Wir danken auch dem HOF31 für die gute Unterbringung der weit angereisten Teilnehmer/innen. Alle waren sehr zufrieden mit der Unterkunft. Zum Schluss gab es noch für jeden eine Teilnehmerurkunde.

Preisverleihung STARKE NETZTE GEGEN GEWALT

Preisverleihung: Sportvereine gegen Gewalt an Frauen

Der Hilchenbacher Karateverein Zanshin-Siegerland wurde mit dem zweiten Preis im Wettbewerb „Starke Netze gegen Gewalt“ ausgezeichnet.

Gemeinsam würdigten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Montag den 20.11.17 die Preisträger in Berlin. Verliehen wird der Preis an herausragende Projekte von Sportvereinen mit Kooperationspartnerinnen und -partnern im Kampf gegen Gewalt an Frauen.

DOSB-Vizepräsidentin Petra Tzschoppe übergab gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des BMFSFJ, Elke Ferner, den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Preis an Oliver Lütz vom Hilchenbacher Shotokan Karate Verein Zanshin-Siegerland. In Kooperation mit seinen Netzwerkpartnern im Siegerland, hat der Verein eine Vielzahl von Kursangeboten umgesetzt, die eigens Frauen und Kinder konzipiert wurden. Dazu gehören Selbstbehauptung und Selbstverteidigungskurse für Frauen, Gewaltschutztraining für Kinder und Jugendliche, Vorträge zur Präventiven Erziehung für Eltern. Zu den Kooperationspartnern des Vereins gehören die Gleichstellungsbeauftragten mehrerer Gemeinden, Kindergärten und Schulen, das Familienbüro der Stadt Hilchenbach und Beratungsstellen, so z.B. IFPAKE – für Mädchen in Not.
Der Frankfurter Verein „Frauen in Bewegung – Kampfkunst und Bewegung“ wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Über den dritten Platz konnte sich der Turnverein Haibach freuen.

Kampf gegen Gewalt kann nur gemeinsam funktionieren
Das BMFSFJ unterstützt den Wettbewerb „Starke Netze gegen Gewalt!“, der Sportvereine, Kommunen und Initiativen im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu verstärkten Kooperationen anregt.
Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin, erklärt: „Der Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen geht alle an. Wir alle müssen Frauen und Mädchen dabei unterstützen, sich zu behaupten und zu schützen. Dazu leisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs durch ihre Sportangebote einen wichtigen Beitrag.
Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung im DOSB, zeigte sich von der Beteiligung am diesjährigen Wettbewerb sehr angetan. „In allen Bewerbungen war zu sehen, wie Vereine sehr engagiert mit ganz unterschiedlichen Projekten und vielen verschiedenen regionalen Kooperationspartnern starke Netze gegen Gewalt knüpfen. Auf diese Weise stärken sie das Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen und helfen ihnen so, Gewalt und Übergriffen mit einem deutlichen „Mit mir nicht!“ entgegen zu treten.

Präventionskurse gegen sexuelle Gewalt

Vom 10.06. bis 17.06.2017 fand an der Grundschule Kredenbach der vierte Präventionskurs gegen Kindesmissbrauch mit den Schülern und Schülerinnen der 4. Klassen statt. In 12 Unterrichtsstunden erfuhren die 42 Kinder, in Geschlechter getrennten Gruppen, alles Wichtige in Theorie und Praxis zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch.
Vorher fand ein Elternforum statt, um die Eltern über die Inhalte des Kurses zu informieren. Außerdem erhielten die Eltern noch Erziehungstipps aus der präventiven Erziehung, zum Schutz der Kinder vor Missbrauch.

 

Am 29.05. und am 30.05.2017 fand in der Grundschule Geisweid der dritte Präventionskurs gegen sexuelle Gewalt statt. Dank der Zusammenarbeit von Zanshin-Siegerland und der Beratungsstelle IFPAKE – Für Mädchen in Not, konnten dieses Mal mehr als 40 Mädchen und Jungen der 4a und 4b in Geschlechter getrennten Gruppen an dem Kurs teilnehmen.

 

An der Grundschule in Erndtebrück führten wir vom 20.06. bis zum 22.06.2017 in Kooperation mit der Schulsozialarbeiet einen weiteren Präventionskurs gegen sexuelle Gewalt durch. Insgesamt 41 Jungen und 28 Mädchen der 4a,4b und 4c nahmen an der jährlichen Maßnahme teil pro Klasse 6 Schulstunden dauerte.

 

Am Samstag den 01.07.2017 fand in Kooperation mit dem Familienzentrum Kuckucksnest unser erster Eltern-Kind-Kurs „Selbstbehauptung und Selbstverteididung“ für Mädchen und Jungen vom 5 bis 8 Jahre statt. Insgesamt sieben Familien nahmen daran teil.

Mit kindgerechten Materialien von Zartbitter, Petze, Strohhalm und ProFamilia wurden die Themen „Vertraue deinem Gefühl“, „Nein sagen zu unangenehmen Berührungen“, „Hilfe holen“ und „Blöde Geheimnisse“ behandelt.

In kleinen Rollenspielen wurden Situationen zum Nein sagen nachgespielt und die richtigen Verhaltensweisen geübt.
Für den Notfall wurden auch Selbstverteidigungstechniken geübt, mit denen die Kids sich gegen Gewalt schützen, und sich vielleicht eine Möglichkeit zur Flucht verschaffen können.

 

 

Gewaltpräventionsprojekt in der AWO Kita Vormwald

An vier Tagen im Februar 2017 fand in der Kita Vormwald ein Gewaltpräventionsprojekt mit den Schulis statt. Im Vorfeld des Projektes wurden die Eltern der Kindergartenkinder bei einem Elternabend über die Inhalte des Trainings informiert. Im Rahmen dieses Elternabends erfuhren die Eltern auch, wie pädophile Täter vorgehen, und sie erhielten Tipps zur präventiven Erziehung ihrer Kinder, damit die Kinder besser vor sexuellem Missbrauch geschützt sind.
Ein wichtiger Teil unserer Gewaltprävention ist die Sensibilisierung und die Förderung der Empathie der Kinder. In den vier Stunden wurden die Kinder in ihren Gefühlen bestärkt, erfuhren, dass sie das Recht haben, unangenehme Berührungen abzulehnen, und übten sich darin, auch mal laut und deutlich NEIN zu sagen. Wichtig war uns dabei auch, dass die Kinder wissen, dass sie nicht Schuld daran sind, wenn die anderen Kinder oder Erwachsenen nicht auf ihr NEIN hören. Dass sie sich dann Hilfe holen bei einem anderen Erwachsenen, und dass Hilfe holen kein Petzen und kein Verrat eines Geheimnisses ist. Die Kinder lernten auch zwischen guten und schlechten Geheimnisse zu unterscheiden, und dass sie schlechte Geheimnisse am besten los werden, indem sie diese Jemandem erzählen. Das alles wurde kindgerecht mit Hilfe von Kinderbüchern, Wimmelbildern und lustigen Spielen zusammen mit einer Erzieherin vermittelt.